DON’T WORRY, BE HAPPY

DON’T WORRY, BE HAPPY

Bevor es mit den allgemeinen Reiseposts und Outfits weitergeht, fühle ich mich irgendwie (mir selbst gegenüber) verpflichtet und empfinde es als notwendig, ein paar allgemeine Worte zu meiner letzten Woche zu erzählen. Auch weil es mir selbst glaub ich helfen kann, noch mal meine ganze Frustration rauszulassen und dann war’s das aber auch schon mit prokrastinieren. Was jetzt so ausformuliert recht Nachrichtensprecher-mäßig daherkommt, ist für mich innerlich ein Gefühl, das ich hier virtuell zu Papier bringen muss. Zu meiner letzten Woche gibt es eigentlich gleich 2 Horrorszenarien (wobei naja, semi-horror im Nachhinein betrachtet), die ich gerne mit euch teilen würde. Zum einen betrifft es meinen Fortschritt im Studium und zum anderen eigentlich etwas richtig Banales.

 

Krise #1

Letzte Woche hat mir jemand vom Study Service hier an der University of British Columbia bescheid gegeben, dass es ein Problem mit meinen Kursen gibt. Und zwar belege ich hier 4 Kurse á 3 Credits, die ich mir an der WU für insgesamt 6 Kurse zu jeweils 4 ECTS anrechnen lassen kann. Die ganze Anrechnungsstory ist ein bisschen komplizierter, die Studenten unter uns wissen ja was das für ein Gschisti-Gschasti ist, aber egal. Auf jeden Fall, haben die hier, nachdem sie mich vor 3 Monaten für die Kurse angemeldet haben, festgestellt, dass sich 2 der 4 Kurse inhaltlich so sehr überschneiden, dass ich nur einen Kurs fortsetzen darf, also einen Kurs droppen muss. Ja, richtig gehört. Ich hab in beiden Kursen schon meine Midterms absolviert, hab schon unzählige Assignments und Papers abgegeben und jetzt heißts auf einmal, sry, das war alles für die Katz. Ich hab wirklich alles versucht, aber auch unzählige E-Mails und Tränen später, konnte keine Lösung gefunden werden. Die UBC gibt mir einfach keine Credits für beide Kurse. Das heißt jetzt, ich verliere insgesamt 8 ECTS Punkte und darf nächstes Semester noch 2 Kurse mehr machen #studentlifeatitsbest.

Das war zwar im ersten Moment so ziemlich das worst case Szenario und quasi der Weltuntergang. Aber im Nachhinein betrachtet, naja, wahrscheinlich soll’s so sein. Es wird schon seinen Grund haben. Immerhin hab ich jetzt mehr Freizeit. Kann mich auf die restlichen 2 Midterms konzentrieren, die ich diese Woche noch schreibe. UND am allerbesten: Nächste Woche geht’s für mich auf einen Roadtrip mit meiner Mama und einer ihrer besten Freundinnen und wenn das nicht Belohnung genug für die ganze Rock-Bottom Story ist, dann weiß ich auch nicht mehr. Es gibt einfach immer ein Licht am Ende des Tunnels und man muss es einfach positiv sehen – don’t worry, be happy!

 

Krise #2

Das war aber noch nicht genug. Wie sagt man so schön? Wenn man denkt es kann nicht mehr schlimmer werden, … Am Freitag hatte unser Gebäude den ganzen Tag keinen Strom wegen Wartungsarbeiten, das heißt, wir hatten auch kein Wifi. Kein Problem, ein Tag ohne Wifi in der Prüfungszeit ist sch***, aber kann man gut überleben – vor allem, weil das Handy ja trotzdem Internet hat. Was macht man aber, wenn das iPhone beschließt, sich einfach aufzuhängen und nicht mehr eingeht? Es ist einfach nichts mehr gegangen und ich hab keine Chance gehabt, ohne Wifi irgendwas zu lösen. Nach einer ziemlich langen Krisensitzung mit mir selbst und zahlreichen missglückten Versuchen, mein Handy zu reparieren ist es mir, ganze 10 Stunden später, endlich gelungen, es wieder zu beleben. Aber natürlich gab es einen Haken. Ich hab mein iPhone tatsächlich reseten müssen. Und natürlich hat Miss-was-soll-den-schon-passieren-?, iPhone-Back-up-wofür-? das letzte mal ein iTunes Backup im August gemacht, sprich es fehlen jetzt einfach 2 ganze Monate. Ich weiß, ich weiß, es gibt schlimmeres im Leben. Aber in dem Moment kommt dann einfach alles zusammen und ich sag’s euch, das war echt Leben am Limit. Wie ein Freund aus einem meiner (nur noch 3!) Kurse so schön gesagt hat: It’s a good week to be alive. NOT.

Prokrastinieren auf hohem Niveau, ich weiß. Aber ich musste meine Frustration einfach mal hier rauslassen. Vielleicht hat von euch jemand ja schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht und kann das hier gut nachvollziehen. Mein Fels in der Brandung letzte Woche, war definitiv meine liebe Mitbewohnerin Julia. Sie hat mich wirklich so lieb wieder aufgebaut und mir gezeigt, dass das alles gar nicht schlimm ist. Ich bin ihr wirklich so dankbar, dass sie mich einfach mal rumheulen hat lassen, in den Arm genommen hat und mir einfach so gut zugeredet hat – so etwas hilft mir einfach immer so sehr! Also mein Tipp an euch: Lasst einfach mal euren ganzen Frust raus und umgebt euch dann mit euren Liebsten, die genau wissen, was ihr in dem Moment braucht. Und wenn das nichts hilft, es kann ja nur noch besser werden.

DON’T WORRY, BE HAPPY! 🙂

DON’T WORRY, BE HAPPY

Folge:

3 Kommentare

  1. 25. Oktober 2016 / 9:31

    Ach, wie gut ich mitfühlen kann! Und ja, manchmal hilft es, einfach alles rauszulassen (und auch einmal nur zu weinen). Danach sieht die Welt auch schon wieder ganz anders aus! Übrigens hat mein Handy heute für 30 Min bei vollem Akku einfach mal beschlossen, ein Nickerchen einzulegen. Und ja, schon da bekam ich einen kleinen (oder riesen) Anfall 😉

    Alles alles Liebe aus Wien,
    Mimi

    https://mimilooves.blogpost.com

  2. 25. Oktober 2016 / 19:43

    Es hilft manchmal wirklich, sich den Frust von der Seele zu schreiben und zumindest einen Teil einmal rauszulassen – gerade, weil es kontraproduktiv sein kann, alles runterzuschlucken. Ich bin mir sicher, es kommen auch wieder gute Tage! 🙂

    LG aus dem kalten Deutschland!

    Lynnychen

  3. 27. Oktober 2016 / 20:16

    Oh, das mit dem iPhone verstehe ich nur zu gut! Ich habe mal aus Versehen auf meinem iPhone eine App gelöscht, bei der ich danach festgestellt habe, dass es sie nicht mehr im App Store gibt, da die Entwickler die Version, die ich besaß, rausgenommen haben, und die neue Version als ganz neue App reingestellt haben. Die hat allerdings etwas gekostet, ich konnte nur mit Geschenkkarten bei iTunes bezahlen (keine Kreditkarte) und es war zwei Uhr nachts. Ich konnte so auch auf keinen Fall schlafen, dass ich also spät nachts erstmal via USB meine Fotos gerettet hab, Kontakte in die Cloud geladen und dann mein Handy resettet hab zu einer ganz alten Version, wo ich die App noch nicht gelöscht hatte. Klar hätte ich bis morgen warten können, aber in dem Moment war das halt Weltuntergang.

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