RUN FOR HUMANITY #boostvienna

paris

Jeder dürfte mittlerweile von den schrecklichen Ereignissen gehört haben, die sich Freitag Abend bzw. Nacht zugetragen haben. Ich finde es unglaublich schwierig, meine Gedanken dazu zu ordnen und in Worte zu fassen. Ich bin am Samstagmorgen aufgewacht, hab mir erstmal mein Handy geschnappt und überall auf Facebook davon gelesen. Was da passiert ist, hat mich erstmal sprachlos und fassungslos gemacht. Ich hatte Gänsehaut und mir war ganz flau im Magen. Es fällt mir nicht leicht, das Ganze richtig zum Ausdruck zu bringen. Mein Gehirn rattert und rattert und ich komm mit meinen Fingern gar nicht hinterher. Es spielt so vieles zusammen.

128 Tote. In einer Nacht. Und das, nach alldem, was Paris vor gut 10 Monaten schon erleiden musste. Unmenschlich, grausam, brutal. Die Frage, die mich wohl am meisten beschäftigt ist, wieso? Wie kann man sich dafür bereit erklären, ja sogar stolz drauf sein, wenn man sich selbst in die Luft sprengt und so das Leben anderer nimmt? Wie kann man in einem Saal voller Menschen – unschuldiger Menschen wohl gemerkt – einfach 10 Minuten und länger wild um sich schießen? Was hat man denn davon? Was mich einfach unendlich wütend und traurig zugleich macht, ist die Tatsache, dass es immer Unschuldige trifft, die einfach einen schönen Abend mit ihren Liebsten verbringen wollten. Ich habe auf Facebook ein Posting von einer südafrikanischen Studentin gelesen, die sich während der Schießerei im Bataclan befand und sich 4 Stunden lang, kaum atmend, tot stellte, um so zu überleben, die mit fremden Blut beschmiert Männer und Frauen schreien hörte, die um ihr Leben fürchtete, die einfach nur hoffte, dass der Alptraum ein Ende nimmt.

Mir schwirrt so viel im Kopf herum. Ich möchte mich hier jetzt auch nicht politisch dazu äußern oder irgendwelche Statements abgeben. So viel sei gesagt, was da passiert ist, ist grausam und unmenschlich. Aber was wichtiger ist, ist die Reaktion der Bevölkerung, Frankreichs und der restlichen Welt. So viele Passanten haben unmittelbar nach den brutalen Attentaten geholfen, getröstet und Schutz angeboten. Jetzt ist es umso wichtiger, nicht Angst zu haben, sondern gesammelt und gestärkt dagegen zu halten. Auf keinen Fall lassen wir uns von so etwas einschüchtern!

Paris ist momentan in aller Munde, deshalb finde ich es enorm wichtig, hier auch noch den Libanon anzusprechen. Nur einen Tag davor, am Donnerstag, wurden in Beirut mehrer Bomben durch Selbstmordattentäter gelegt. 40 Menschen starben. Meine Gedanken sind bei den Opfern und Angehörigen in Paris und Beirut!

Seit Oktober bin ich nun Mitglied der #boostvienna Familie. Wir haben die schrecklichen Ereignisse „genützt“ um unsere Trauer und Anteilnahme durch einen Lauf durch die Wiener Innenstadt zu zeigen. Gemeinsam sind wir ganz im Zeichen des Friedens, mit kleinen Frankreichfähnchen die Ringstraße entlang, bis zur Botschaft der Französischen Republik gelaufen. Vielleicht haben es die ein oder anderen schon in den Nachrichten oder live gesehen, dort ist heute Nachmittag nämlich zu einer Mahnwache geladen worden. Hunderte Kerzen, Sprüche der Anteilnahme und Trauer sowie Blumen liegen dort, direkt vor dem Gebäude der Botschaft. Auch wir haben Kerzen, unsere Flaggen und kleine Banner dazugelegt. Der Lauf heute, unser #runforhumanity Lauf, macht mich stolz, ein Boostvienna Mitglied zu sein, aber ich hoffe natürlich, dass wir nie wieder so einen Lauf planen müssen.

Abschließend sei gesagt, dass wir uns alle glücklich schätzen können, dass wir uns in unseren eigenen 4 Wänden, unserer Heimat so sicher fühlen können. Ich möchte nicht wissen, wie das Gefühl sein muss, in seiner eigenen Stadt in ständiger Angst leben zu müssen! Und das macht mich grad auch darauf aufmerksam, wie wichtig es ist, auf keinen Fall den Flüchtlingen die Schuld dafür zu geben! Was da passiert ist, hat nichts mehr mit Religion zu tun oder mit Menschen, die aus diesen Krisengebieten zu uns gekommen sind, um Schutz zu suchen. Diese Attentate sind die alleinige Schuld einer Gruppe von Menschen, die meines Erachtens nach, einfach nur krank sind und hoffentlich bald gestoppt werden. Aber das wär ja dann ein anderes Thema. Also wie schon gesagt, ich glaube an ein Welt, in der Zusammenhalt, Menschlichkeit, Umarmungen und Liebe stärker sind als alles andere – also SPREAD SOME LOVE!

#prayforparis #prayforbeirut
#prayformexico #prayforjapan #prayforbaghdad

#PRAYFORTHEWORLD #PRAYFORHUMANITY


Und hier noch ein paar Bilder von unserem gestrigen Lauf:

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Folge:

3 Kommentare

  1. teastoriesblog
    17. November 2015 / 14:43

    Beeindruckende Bilder!
    Es ist schrecklich, was momentan so auf der Welt passiert. Mir ging besonders der Anschlag in Paris sehr nahe, zumal ich dort sechs Monate gewohnt habe und regelmäßig für mehrere Wochen dort bin, um zu modeln. Super Post!

    xx
    Kat

    http://www.teastoriesblog.com

    • 17. November 2015 / 15:01

      Find ich auch!
      Oh Mann, das kann ich gut verstehen – pass auf jeden Fall auf dich auf wennst wiedermal dort bist! x

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